Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere einzelnen Fachdienste ein wenig näher vorstellen.
Schwimmen
Rettungsschwimmen
Sanitätsdienst
Motorboot
Rettungstauchen
Naturschutz


Fachdienst Rettungstauchen



Rettungstauchen zählt neben den Fachdiensten Schwimmen, Rettungsschwimmen, Motorbootführen und Naturschutz zu den Aufgaben der Wasserwacht des Roten Kreuz. Rettungstaucher kommen bei der Suche und Bergung von Gegenständen, der Rettung verunglückter Personen (z.B. Retten von Insassen eines ins Wasser gestürzten Farzeuges) bis zur Suche und Bergung von Ertrunkenen zum Einsatz. Oftmals ist das eine harte Arbeit unter schwierigen Bedingungen. Die Taucher sind im Rettungseinsatz oft in Gewässern mit schlechten bis gar keinen Sichtverhältnissen, bei niedrigen Wassertemperaturen (bis hin zum zugefrorenem Gewässer), an schwer zu erreichenden Tauchstellen oder in stark strömendem Gewässer tätig. Neben der körperlichen Belastung sind Rettungstaucher oft auch hohen psychischen Belastungen wie Kälte, Dunkelheit oder bei der Bergung von Toten ausgesetzt. Rettungstaucher können daher nur die körperlich und psychisch leistungsfähigsten aktiven Mitglieder der Wasserwacht werden!

Desweiteren führt die WW Landshut TÜV-Abnahmen von Pressluftflaschen anderer Ortsgruppen durch. Zentraler Kontakt für Anfragen: Florian Suttor

Signalmann:
Unter den Fachdienst Rettungstauchen fällt auch der "Signalmann". Er unterstützt und überwacht den Taucher, hält per Signalleine ständig Verbindung zum Taucher und ist für dessen Sicherheit verantwortlich.
Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem:
Anlegen der Tauchausrüstung
hilft dem Taucher beim Anlegen der Ausrüstung, besonders bei umfangreicher und bewegungseinschränkender Ausrüstung.
Kontrolle des Tauchers vor Tauchbeginn
auf Vollzähligkeit der Ausrüstung
Funktionsfähigkeit der Ausrüstung
Leinenführung während des Tauchgangs
über die Signalleine hält der Signalmann den Kontakt zum Taucher
mittels Leinenzeichen führt er den Taucher zu seinem Einsatzgebiet
Überwacht den gesamten Tauchgang, ist für die Sicherheit des Tauchers verantwortlich
Ablegen der Tauchausrüstung
hilft dem Taucher beim Ablegen der Ausrüstung
kontrolliert die Ausrüstung auf Vollzähligkeit
hilft dem Taucher beim Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft (Füllen der Flasche, verstauen der Ausrüstung)

Rettungstaucher:
Um den harten Anforderungen, die Rettungseinsätze an die Taucher stellen gerecht zu werden, müssen angehende Taucher die wohl umfangreichste Ausbildung im Ausbildungsprogramm der Wasserwacht absolvieren. Im Unterschied zur üblichen Ausbildung der Sporttaucher umfasst die Ausbildung zum Rettungstaucher tiefere Kenntnisse im Bereich der Tauchtheorie, zusätzliche Ausbildungsabschnitte für Suchen, Retten, Bergen und Arbeiten unter Wasser, sowie eine intensive Vorschriftenkunde der "Sicherheitsregeln für das Tauchen in Hilfeleistungsunternehmen" GUV-R 2101. Diese Regeln gelten ebenso für Feuerwehrtaucher, Polizeitaucher, Bergungstaucher des THW und Taucher anderer Hilfeleistungsunternehmen.
Vor Beginn der Tauchausbildung, die ungefähr 2 Jahre dauert, müssen folgende Grundvoraussetzungen vorliegen:
- aktive Mitgliedschaft in der Wasserwacht
- Vollendung des 15. Lebensjahres vor Beginn der Ausbildung
- abgeschlossene Ausbildung zum Wasserretter
Erst wenn alle der Geforderten Bedingungen erfüllt werden, kann mit der Ausbildung zum Rettungstaucher, die mindestens 105 Unterrichtseinheiten (UE)umfasst, begonnen werden.

Mit einem Alter von 18 Jahren dürfen geprüfte Rettungstaucher an Einsätzen der Wasserwacht teilnehmen.


Die Ausbildung im Einzelnen:
35 UE auf die Theorie:
Tauchphysik, Gerätekunde, Tauchmedizin, Tauchgangsberechnung, Suchtechniken, Natur- und Gewässerschutz und vieles mehr
20 UE auf die Praxis an Land:
Gerätekunde mit Montage, Funktionsprüfung und Instandhaltung von Tauchgeräten, Planung und Vorbereitung von Tauchgängen, Suchtechniken mit Retten/Bergen, Kompasskunde Kompressorkunde sowie praktischer Natur- und Gewässerschutz.
20 UE auf die Ausbildung im Schwimmbecken:
Übung mit der ABC-Ausrüstung (Flosse/Maske/Schnorchel) wie Schnorcheltauchen, Strecken- und Zeittauchen, Ausbildung mit dem Tauchgerät, Rettungs- und Bergeübungen
30 UE auf die Ausbildung im Freiwasser:
Tauchgänge mit zunehmender Tiefe und Schwierigkeit bis maximal 20 Meter Tiefe, Nacht und Strömungstauchgänge, Arbeiten mit Werkzeugen unter Wasser, Rettungs- und Bergeübungen in den verschiedenen Techniken
Die Ausbildung muss in spätestens 24 Monaten abgeschlossen sein und endet mit einer umfangreichen Abschlussprüfung in Theorie und Praxis. Die Prüfungsanwärter müssen zum Prüfungstermin mindestens 30 Freiwassertauchgänge unter Wasserwachtbedingungen mit einem Ausbilder absolviert haben. Der genaue Ausbildungsinhalt kann den bundeseinheitlichen "Ausbildungs- und Prüfungsvorschriften Tauchen der DRK - Wasserwacht" entnommen werden.

Ausbilder Tauchen:
Die Wasserwacht Landshut ist seit Ende 2016 in der glücklichen Lage zwei Tauchausbilder in ihren Reihen zu haben. Kontakt: tauchen(ätt)wasserwacht-landshut.de

Die Wasserwacht Landshut taucht mit: